Julius Kühn Institut Berlin

Realisierungswettbewerb mit Bewerbungsverfahren für den Neubau eines Laborgebäudes 2018
Auslober: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Nutzer: Julius-Kühn-Institut, Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen

Brandschutz: Peter Stanek
Laborplanung: LCI Labor Concept
Mitarbeit: Fabian Scholtz (PL), Sina Wendl

Das neue Laborgebäude ist autonomer Körper und zugleich sich einfügender Campusbaustein. Der plastischartikulierte, zweigeschossige Baukörper und die Ziegelfassade tragen zur Integration des Hauses in seinenKontext bei. Die Eingangsfront öffnet sich zum Forum. Eine großzügige Eingangshalle, belichtete Flure und nkommunikative Bereiche steigern die Attraktivität für die Nutzer. Es entsteht ein zukunftsfähiges, flexibel nutzbares Laborgebäude, das im Hinblick auf Energie und Nachhaltigkeit auf dem letzten Stand ist. Das neue Laborgebäude rückt so weit als möglich an das neue zentrale Forum der Liegenschaft heran und definiert dessen nördliche Begrenzung. Der Haupteingang ist zum Forum orientiert. Die Breite des Gebäudes ist aus dem dahinterliegenden Haus L abgeleitet, mit dem zusammen der Neubau an seiner Nordseite einen Wirtschaftshof bildet. Das Laborgebäude ist zweigeschossig geplant, um den Erfordernissen des Raumprogramms in optimaler Weise zu entsprechen. Ein Maßsstabssprung zu den durchgängig flachen Nachbarbauten im straßenabgewandtenBereich der Liegenschaft wird vermieden. Zudem kann so die Verschattung der angrenzenden Gewächshäuser minimiert werden. Der Baukörper ist durch Vor- und Rücksprünge plastisch artikuliert, so dass die langgestreckten Längsfassaden aufgelockert und rhytmisiert werden. Ein zurückgesetztes, aber in die Figur eingebundenes Technikgeschoss bildet den oberen Abschluss. Durch die Plastizität des Baukörpers wird die Maßsstäblichkeit des Volumens heruntergebrochen und der kleinteiligeren Umgebung angepasst.

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