LWL Freilichtmuseum Detmold

Neubau Eingangs- und Ausstellungsgebäude, Detmold, nichtoffener Wettbewerb
Bauherr: Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Landschaftsarchitektur: Annabau, Berlin
Statik: Eisenloffel.Sattler + Partner, Berlin
Modell: Maquette Modellbau
Mitarbeit: Leonard Kaupp (PL)

Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude bildet ein markantes Entrée zum Freilichtmuseum. Unter Ausnutzung der Topografie
entsteht ein kompaktes, flexibel nutzbares Haus, das sich in die landschaftliche Umgebung einfügt. Mit großer Selbstverständlichkeit
verweist der Neubau auf die im Museum versammelten historischen Bautypen, gibt sich aber zugleich als dezidiert
zeitgenössisches Haus zu erkennen. Der kompakte Baukörper des neuen LWL Museums Detmold ist in den Hang hineingebaut. Während er im Tal dreigeschossig in Erscheinung
tritt und das Museum so seiner Bedeutung entsprechend an der Paderborner Straße präsent macht, ist er auf der Seite zum Museum
hin nur eingeschossig und wirkt daher weniger massiv. Der langgestreckte Bau fluchtet an der Straße mit dem fürstlichen Mausoleum
und erstreckt sich bis zum Standort der ehemaligen Orangerie. Er markiert die Grenze zur historischen Gartenanlage Friedrichsthal,
die dadurch in ihrer Wahrnehmbarkeit gestärkt wird. Das geneigte Dach verweist auf die im Freilichtmuseum versammelten historischen
Bauten und die landschaftliche Umgebung; der markante Doppelgiebel und die gegliederten Fassaden betonen die Eigenständigkeit des
Hauses.

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