Regensburger Viertel Nürnberg

Ein neues Quartier zwischen Regensburger Straße und S-Bahnhof Frankenstadion mit 400 Wohnungen, Gewerbe, Kindertagesstätte, Parkhaus; Integration denkmalgeschützter Wohnbebauung aus den Dreißiger Jahren

Begrenzt offener städtebaulicher Ideenwettbewerb 2016 (nach RPW 2013), 1. Preis
Städtebaulicher Masterplan 2016-2017
Objektplanung und Realisierung 2018-2022
Beauftragt: HOAI §34 LPh 1-4, Leitdetails, Künstler. Oberleit.

Auslober und Auftraggeber: SW Nürnberg GmbH
Projektsteuerung: GCA Nürnberg
Landschaftsarchitekten: Topos, Berlin
Ausschreibung, Bauleitung: gapp, München
Statik: Peters Schüßler Sperr, Nürnberg
TGA: Ingenieurbüro Koppe, Nürnberg
Brandschutz: Teuke Ingenieurbüro, Nürnberg
Bauphysik: Basic, Gundelsheim
Planung Infrastruktur: Gauff Engineering, Nürnberg

Mitarbeit: Armin Behles (PL), Jenny Dittrich, Cornelius Oswald, Iva Kocheva, Mathias Wünsche, Dominik Müller, Fabian Scholtz, Sebastian Nordmeyer

Der neue Stadtteil ist erheblichem Straßen- und Schienenlärm ausgesetzt, dem mit einer Reihe von Schallschutzmaßnahmen begegnet werden muss. Durch eine geschlossene, „lärmresistente“ Randbebauung wird ein ruhiges inneres Wohnumfeld geschaffen. Parallel zur Bahn besteht diese aus einem Büro- und einem Parkhaus sowie Wohnbauten mit Lärmschutzgrundrissen, bei denen alle Aufenthaltsräume zur „leisen“ Seite orientiert sind.

Ein Waldsaum aus Föhren und Eichen umgibt das Quartier. Im Inneren ist die Baustruktur kleinteiliger und bildet überschaubare Höfe aus. Gassen in Ost-West- bzw. Nord- Südrichtung werden am zentralen Platz als Treffpunkt des Stadtteils zusammengeführt. Hier befinden sich Läden und eine Kindertagesstätte. Denkmalgeschützte NS-Reihenhauszeilen werden in die neue Struktur integriert. An der Regensburger Straße fungiert ein kleines Hochhaus als Auftakt zum Quartier und als Tor zur Stadt.

Die neue Bebauung erscheint als eine Reihung einzelner Häuser, deren Eigenständigkeit volumetrisch und architektonisch herausgearbeitet ist. Die differenzierte Höhenentwicklung betont die städtebaulich signifikanten Ecken. Knicke im Grundriss lassen ein lebhaftes und abwechslungsreiches Bild entstehen, das durch die Varianz in den Fassaden noch unterstützt wird.

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